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Malteser Wetzlar / Lahn-Dill

Peter Eurich erhält das Hessische Rettungsdienstehrenzeichen

Anerkennung für das Ehrenamt

09.09.2016
Peter Eurich (Mitte) erhält Gratulationen von Dr. Edgar Pinkowski (ärztlicher Leiter des Bildungszentrums), Sozialminister Stefan Grüttner (CDU), Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und Boris Falkenberg (Kreis- und Stadtbeauftragter)

Wetzlar. „Sie opfern einen Großteil ihrer Freizeit, um als ehrenamtliche Rettungskräfte in der Notfallversorgung Menschen in kritischen Situationen schnelle Hilfe zu bringen.“ Das sagte der hessische Sozialminister Stefan Grüttner am Freitag in der Wetzlarer Malteserzentrale. Dort überreichte er 29 Ehrenamtlichen das Rettungsverdienstehrenzeichen. Zu den Geehrten gehörte der 30-jährige Peter Eurich, der bei den Wetzlarer Maltesern im Einsatz ist.

Die Auszeichnung wird seit 2013 an ehrenamtliche Rettungskräfte im Land Hessen verliehen und stellt eine Würdigung für die langjährige unentgeltlich geleistete Arbeit dar. Sie wird in drei Stufen verliehen. Die Stufe 1 mit einem goldenen Stern für mindestens 1000 Stunden, in der Stufe 2 mit zwei goldenen Sternen für 2000 Stunden und in der Stufe 3 mit drei goldenen Sternen für 3000 Stunden aktive ehrenamtliche Tätigkeit im Rettungsdienst.


„Mit der Verleihung dieser Auszeichnung drücken wir nicht nur Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Die ehrenamtlichen Kräfte können mit dem Abzeichen erstmals auch unter Beweis stellen, dass sie zu jeder Tag- und Nachtzeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit im Einsatz sind“, lobte der Gast aus Wiesbaden das Engagement der Rettungskräfte.

„Sie, die Ehrenamtlichen, die bei den Maltesern, dem Roten Kreuz, den Johannitern oder dem Arbeiter-Samariterbund ihren Dienst verrichten, tragen auch dazu bei, das Hessen den besten Rettungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland besitzt“, so der Minister in seiner Laudatio.

4500 Rettungskräfte und 1200 Notärzte gewährleisten schnelle Notfalleinsätze
In Hessen gelte die zehnminütige Hilfsfrist. Ein Zeitraum, in dem die hessischen Mitbürgerinnen und Mitbürger schnelle Hilfe auch auf dem Land erhalten. Um diese Hilfsfrist einzuhalten, werden im Land rund 240 Rettungswachen und über 70 Notarztstandorte vorgehalten. Derzeit stehen in Hessen circa 500 Rettungswagen sowie 100 Notarzteinsatzfahrzeuge zur Verfügung. Mit dieser Ausstattung und den leistungsstarken Notaufnahmen der Akutkrankenhäuser können Patienten innerhalb einer Stunde im Krankenhaus adäquat versorgt werden und damit deutlich höhere Überlebenschancen erhalten.
Das funktioniere jedoch nicht ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des hessischen Rettungsdienstes. Derzeit arbeiten dort rund 4500 Rettungskräfte und über 1200 Notärzte.
2015 wurden rund 1,1 Millionen Einsätze erbracht, davon waren rund 800 000 Notfalleinsätze. Damit entfällt auf jeden sechsten Hessen durchschnittlich ein Rettungseinsatz.
„Ohne solch ein bürgerschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer“, betonte der Sozialminister, der in diesem Zusammenhang auch das ehrenamtliche Engagement in vielen anderen Bereichen lobend erwähnte.

Bei der anschließenden Ehrung konnte der Minister Ehrenamtliche im Rettungsdienst aus ganz Hessen mit dem hessischen Rettungsdienstehrenzeichen belobigen. Sie wurde seit 2013 an 101 Ehrenamtliche verliehen. Unter ihnen ist auch Peter Eurich, der bei den Wetzlarer Maltesern als ehrenamtlich als Rettungssanitäter tätig ist. Er hat die Auszeichnung der 1. Stufe für über 1000 Stunden im ehrenamtlichen Dienst erhalten.„Ja ich habe mich über die Auszeichnung durch den Minister sehr gefreut“, sagte der Wetzlarer, der im Beruf als Medizintechniker arbeitet. „Ich sehe diese Auszeichnung auch als eine Würdigung der Arbeit meiner zahlreichen Kolleginnen und Kollegen an.“ Abschließend gratulierte Oberbürgermeister Manfred Wagner auch im Namen der hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Stephan Aurand den Geehrten. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz, den Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichsten Bereichen leisten, würde das Zusammenleben in unseren Städten und Gemeinden nicht oder deutlich schlechter funktionieren."

Autor: Werner Volkmar

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