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Malteser Wetzlar / Lahn-Dill

Ihre Malteser in Wetzlar und Lahn-Dill

Am 23. Juni 1963 wurde der Malteser Hilfsdienst in Wetzlar aus der Taufe gehoben. Zu Beginn stand eine kleine Gruppe, die aus der katholischen Jugend hervorgegangen war, und die mit Elan und Begeisterung etwas Neues beginnen wollte. In der Öffentlichkeit wurde diese Tätigkeit zwar registriert, aber in der ersten Zeit doch im wesentlichen als eine innerkatholische Angelegenheit betrachtet. Dies änderte sich aber nach einigen Jahren, als die Malteser auch im Wetzlarer Raum die Aufgaben mit übernahmen, die Bund und Land den Hilfsorganisationen übertragen haben.
Die Zahl der aktiven Helferinnen und Helfer stieg daraufhin deutlich in erfreulicher Weise. Anfang der 70er konnte der Verband mit großer Unterstützung der katholischen Domgemeinde im Untergeschoss des Gertrudishauses am Dom seine Geschäftsstelle eröffnen. Nunmehr konnte man auch regelmäßig Lehrgänge in Erster Hilfe anbieten, ergänzt mit den Kursen für Führerscheinbewerber und bald erweitert mit den Schwesternhelferinnen-Ausbildungen. Neben dem Engagement im Katastrophenschutz und bei Sanitätsdiensten entwickelten sich Ende der 70er Jahre auch die Aktivitäten im Rettungsdienst und Krankentransport. In diesem Zusammenhang erhöhte sich die Anzahl der Einsätze stetig, so dass nur mit ehrenamtlichen Kräften der Dienstbetrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Der erste professionelle Helfer und auch die ersten Zivildienstleistenden wurden eingestellt.
Mitte der 80er Jahre kamen neben den vorgenannten klassischen Aufgaben die Angebote der Mobilen Sozialen Dienste dazu, die rasch wuchsen. Im Hausnotrufdienst, dem Behindertenfahrdienst und den Sozialen Betreuungsdiensten kamen zunächst überwiegend Zivildienstleistende zum Einsatz, und mit den Aufgaben wuchs auch – wie überall – die Verwaltung. Immer mehr Personal stand in Lohn und Brot, wobei viele Mitarbeiter neben ihrer beruflichen Tätigkeit auch in ihrer Freizeit mit ihrem Engagement zum Erfolg beitrugen. Auch heute sind die Grenzen zwischen Haupt- und Ehrenamt gewollt fließend. 1989 konnte nach langem Umbau die ehemalige Feuerwache am Ludwig-Erk-Platz als neues Malteser-Haus bezogen werden. Zu gleicher Zeit wurde auch die Ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale für Wetzlar dort untergebracht. Nur die Rettungswache verblieb in der Kirchgasse – wiederum dank der Unterstützung durch die katholische Domgemeinde. Mitte der 90er Jahre wurde das Dienstespektrum um den Mahlzeitendienst und den Pflegedienst erweitert, der die Versorgung von älteren, kranken und behinderten Menschen in deren häuslicher Umgebung unterstützen soll. Parallel dazu wurde 1994 das Seniorenbistro „Franziskanerhof“ am Schillerplatz eröffnet, das über das Angebot eines stationären Mittagstisches primär älteren Mitbürgern die Möglichkeit bietet, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Innerhalb weniger Jahre sah sich der Verband aufgrund einer weiteren Ausweitung der Geschäftstätigkeit und des damit verbundenen Platzbedarfes genötigt, über die Errichtung einer zentralen Geschäftsstelle zu entscheiden.
Im Jahr 1999 war es dann soweit: das Malteser-Zentrum in der Nähe des Wetzlarer Klinikums wurde in Betrieb genommen. Alle Dienste, mit Ausnahme der Rettungswachen sowie dem Malteser Bildungszentrum für die Ausbildung im Rettungsdienst und in der Altenpflege in der Region   Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, sind hier untergebracht.

Das Jahr 2001 wurde überschattet von den Anschlägen in den USA. Daher wurde auf eine geplante Katastrophenschutzübung verzichtet und die Malteser nahmen an einem Trauermarsch mit anschließendem Gottesdienst im Wetzlarer Dom teil.
Die Jahre nach den Anschlägen waren gekennzeichnet von Umstrukturierungen im Katastrophenschutz und in diesem Zuge erhielten auch die Malteser in Wetzar neue Aufgaben aber auch neue Fahrzeuge und Ausstattungen
Im Jahr 2004 wurde Boris Falkenberg Stadtbeauftragter der Malteser in Wetzlar.
2005  wir die Malteser-Rettungsdienstschule am Ludwig-Erk-Platz – einer von nur fünf Malteser Schulen bundesweit – mit der Hessischen Sozialministerin Silke Lautenschläger eröffnet.
Im Jahr 2009 konnten die Malteser dann schon das 10-jährige Bestehen des „neuen“ Malteser-Zentrums begehen.
Nur 1 Jahr später feierte man 40 Jahre Katastrophenschutz in Wetzlar
Im Juli 2010 unterstützten wir die Kolleginnen und Kolleginnen bei der Trauerfeier in Duisburg bei ihren schweren Aufgaben. Ein Einsatz der besonderen Art, der bei einigen Helfern noch immer nachwirkt.
Im Juli 2011 nehmen die ersten Bundesfreiwilligen nehmen ihren Dienst auf und lösen damit den Zivildienst ab
2011 • 24./25. September Die Malteser Wetzlar betreuen und betreiben eine Unfallhilfsstelle beim Papstbesuch in Freiburg. Ein einmaliges Erlebnis für viele Helfer
Am 16. Dezember geht eine Ära zu Ende: Der letzte Arbeitstag des letzten Zivildienstleistenden

Das Jahr 2012 stellte die Malteser Wetzlar vor die größte Sanitätsdienst-Herausforderung ihrer Geschichte:  Die Sanitätsdienstliche Betreuung des Hessentages in Wetzlar gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz sowie Organisation der Verpflegung der Einsatzkräfte. Auch in der Einsatzleitung im Stab und in der Kommunikationszentrale fanden sich ehrenamtliche Helfer der Malteser.

Im Dezember 2012 startete dann das Projekte „Malteser Schülerpaten“ in Wetzlar.
Im Februar 2013 stand die Gründung einer Gruppe für realistische Unfall- Darstellung unter der Leitung von Michael Mack an.

Im Sommer 2013 konnten wir dann 50 Jahre Malteser in Wetzlar feiern.

Weitere Informationen

Chronik 50 Jahre Malteser Wetzlar

Jahresbericht 2016

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