Franz-Langsdorf-Platz – Malteser sind unglaublich dankbar

Franz Langsdorf war nicht nur Malteser, sondern auch ein tief im Glauben verwurzelter Mensch.So war er schon in jungen Jahren aktiv in der katholischen Jugend, aus deren Kreis später die Malteser entstanden. Er war 16 Jahre lang Mitglied des Pfarrgemeinderates der kath. Gemeinde, sowie über 10 Jahre Mitglied und Vorsitzender des Caritasrates.

Seit den Anfängen der Wetzlarer Malteser war Franz Langsdorf fester Bestandteil. Mit ihm begannen die ersten Sanitätsausbildungen und Erste-Hilfe-Lehrgänge, in denen viele Bürgerinnen und Bürger gelernt haben, wie sie Menschen in Not helfen können. Auch die damalige sogenannte „Schwesternhelferinnen-Ausbildung“ wurde von ihm begleitet.Langsdorf war 40 Jahre lang Beauftragter der Malteser und damit die entscheidende Triebfeder für die weitere Entwicklung des Standortes.

Katastrophenschutz war das Thema, dass ihn besonders motivierte. Er war viele Jahre als Katastrophenschutz-Referent in Wetzlar tätig, als Fachberater Sanität im Katastrophenschutzstabes des Lahn-Dill-Kreises, als überregionaler Katastrophenschutz-Referent in der Diözesangeschäftsstelle der Malteser Limburg sowie ein geschätzter Vertreter im Landeskatastrophenschutzbeirat Hessen.

Besonders bekannt war Franz Langsdorf für seine pragmatischen Herangehensweisen. Wenn andere noch lange diskutierten, machte er schon Nägel mit Köpfen um Dinge voranzutreiben, die für den Dienst am Nächsten wichtig waren.

Ende der 60er Jahre sorgte Franz Langsdorf für den ersten Rettungswagen der Malteser.

Anfangt der 70er Jahre wurden die Malteser als eigenständige Katastrophenschutzeinheit anerkannt und es begann mit ihm der Aufbau dieser heute tragenden ehrenamtlichen Säule der Malteser.Ende der 70er begann die Arbeit im öffentlichen Rettungsdienst.

In den 80er Jahren wurden unter seiner Führung erste mobile soziale Dienste, wie der Hausnotruf und der Behindertenfahrdienst aufgebaut.

Mit Einzug ins damals „neue“ Malteser-Haus am Ludwig-Erk-Platz, wurde 1989 der ärztliche Bereitschaftsdienst dort angesiedelt.Ebenso wurde im neuen Malteser-Haus die Gründung der ersten Malteser-Jugend von Franz begleitet.

In den 90er Jahren forcierte er den Aufbau des Mahlzeitendienstes, sowie des Seniorenbistros Franziskanerhof.

1999 bündelte er weitestgehend alle Dienste der Malteser im neu gebauten Malteser Zentrum Lahn-Dill.

2003 legte er den Grundstein für die Ansiedlung des Malteser Bildungszentrums HRS / der Malteser Landesschule Hessen am Ludwig-Erk-Platz.

2004 übergab er die Leitung an Boris Falkenberg, der seitdem die Geschicke der Malteser im Geiste von Franz Langsdorf weiterführt.

Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen war immer sein Auftrag. Dafür sind wir ihm unglaublich dankbar und freuen uns, dass sein Name heute durch die Benennung des Franz-Langsdorf-Platzes für die Ewigkeit in Erinnerung bleibt.