Malteser passen sich an das Coronavirus an

Verschiedenste Anpassungen auf den Rettungswachen der Malteser sollen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Lüften, Abstand halten, Maske tragen – diese Schutzmaßnahmen sind in unserem Alltag bereits zur Normalität geworden. Doch auch auf den Rettungswachen der Malteser im Lahn-Dill-Kreis in Wetzlar-Naunheim und Braunfels wird durch diverse Anpassungen versucht, Ansteckungen unter den Rettungskräften zu verhindern. So soll die öffentliche Sicherheit in Wetzlar und Umgebung weiter aufrechterhalten werden und auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten schnelle Hilfe da ankommen, wo sie benötigt wird.

„Unsere Mitarbeiter sind angehalten, alle Kontaktflächen der Rettungswachen mindestens dreimal täglich zu desinfizieren“, so Oliver Hansen, der Bereichsleiter Rettunsgdienst. „So soll verhindert werden, dass sich mögliche Infektionen unter den verschiedenen Schichten ausbreiten“, erklärt Hansen weiter.
Zeitweise hatten die Malteser sogar eines ihrer Fahrzeuge zu einem anderen Standort ausgelagert, um die Anzahl der Mitarbeiter in einer Schicht so gering wie möglich zu halten. Aufgrund des kürzlich vollzogenen Umzugs besteht auf der neuen Rettungswache nun die Möglichkeit, alle Fahrzeuge vorzuhalten. Abstand zwischen den unterschiedlichen Besatzungen kann durch eine räumliche Aufteilung sichergestellt werden. Zudem wurde für jede Rettungswache ein eigenes Lüftungskonzept ausgearbeitet.
Hinzu kommt eine Maskenpflicht für die Sanitäter. Auf der Rettungswache werden sie aufgesetzt, wenn kein Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann. Die Mitarbeiter sind angehalten sich nur mit den jeweiligen Besatzungen, mit Mindestabstand in einem Raum aufzuhalten. Auch im Rettungswagen tragen die Kollegen der Rettungswache dauerhaft einen Mundschutz. Während den Einsätzen tragen die Sanitäter sogenannte FFP2 Masken und eine Schutzbrille, hierdurch soll die Ansteckungsgefahr für das Personal aber auch für die Patienten deutlich reduziert werden. Bei verdacht auf Covid-19 oder bestätigten Covid-19 Einsätzen werden die Maßnahmen entsprechend erweitert. Hinzu kommt, dass die Rettungsmittel nach jedem Kontakt mit einem infektionsverdächtigen Patienten komplett desinfiziert werden. Dies erhöht den Arbeitsaufwand und den Materialverbrauch deutlich.

Zusätzliche Schutzausrüstung beschafft

„Um diesem erhöhten Verbrauch an Schutzausrüstung gerecht zu werden, haben wir unsere Vorräte an OP-Munschützen, FFP2-Masken sowie Schutzkitteln und Desinfektionsmittel aufgestockt. So können wir die Sicherheit unserer Mitarbeiter auf Dauer gewährleisten“, erläutert Hansen.
Zusätzlich wurden die Sanitäter auf die neuen Hygeinemaßnahmen geschult. Beispielsweise erfragen eintreffende Rettungskräfte nun vor dem Betreten einer Wohnung, ob es sich um einen Quarantänehaushalt handelt oder der Patient Symptome aufweist, die für eine Infektion mit dem Coronavirus sprechen könnten und teffen entsprechende Vorkehrungen.
Auch Patienten und Angehörige können Helfen, sich selbst und die Sanitäter zu schützen und somit die Ausbreitung des Coronavirus verhindern, sofern es der Gesundheitszustand zulässt bspw. durch das Tragen einer Maske bei Eintreffen der Kollegen.