Trotz Coronavirus Einsatzbereitschaft sichergestellt

So nah wie auf diesem Bild dürfen sich die Helfer des Malteser Katastrophenschutzes momentan leider nicht kommen. Strikte Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden, um die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden.

Auch in den Hallen des Katastrophenschutzes der Malteser Wetzlar hat das Coronavirus für Veränderungen gesorgt. Es finden keine Sanitätsdienste mehr statt. Präsenzausbildung wurden zum Schutz der kritischen Infrastruktur, die der Katastrophenschutz darstellt, ebenfalls gestrichen.
Dennoch sind die Sanitäter Tag und Nacht einsatzbereit, um in Notfällen im Lahn-Dill-Kreis Hilfe zu leisten. „Um die Einsatzbereitchaft und das hohe Ausbildungsniveau unsere Helfer beizubehlaten, mussten wir einige Veränderungen in unserem alltäglichen Betrieb vornehmen“, so Robin Langer. Der 23-jährige Zugführer ist verantwortlich für die Ausbildung der Helfer bei den Maltesern Wetzlar. Alle Ausbildungen wurden in die digitale Form übergeführt, um eine Ausbreitung des Virus innerhalb der Mannschaft zu verhindern. „Der plötzliche Umschwung zu digitalen Fortbildungen hat gut funktioniert, aber der persönliche Kontakt fehlt jedoch imens“, so Langer weiter. Der fehlende Kontakt stelle ein Problem dar, die Motivation der Helfer zu fördern. Aber auch hierfür wurde eine Übergangslösung gefunen. Die vereinseigene „Stube“, inder Helfer sich nach Fortbildungen und Einsätzen austauschen konnten wurde ebenfalls digitalisert. So können sich die Malteser weiterhin über privates bei einem Getränk austauschen, ohne sich einer Ansteckunsgefahr auszusetzen.

Gruppenführerín Natalie Henning ist ebenfalls sehr erfreut, dass die virtuellen Ausbildungen in der Helferschaft so gut akzeptiert werden: „Dienstagabends sind oft über 20 Helfer im digitalen Schulungsraum anwesend. Das ist eine sehr gute Quote, mit welcher man auch von zu Hause aus sehr gut arbeiten kann“, so Henning. Die regelmäßigen Schulungen seien zwar nicht genauso effizient, wie Präsenzveranstaltungen, da Praxisanteile fehlen. Dennoch sei es möglich, theoretische Inhalt adäquat zu vermitteln.

Auch Helferin Johanna Buß bedauert, die ausgefallene Sanitätsdienstsaison. Die 18-jährige Helferin ist seit mehreren Jahren aktiv bei den Maltesern und lässt sich normalerweise keinen Sanitätsdienst entgehen. „Jeden Sommer ist mein Terminplan geprägt von Sanitätsdiensten. Das fehlt dieses Jahr ein wenig“, so Buß. So geht es noch dutzenden weiteren ehrenamtlichen Sanitätern, die normalerweise im Jahr insgesamt über 3000 Stunden im Einsatz sind. „Es gibt mir immer sehr viel zurück, wenn ich weiß, ich habe einem Menschen geholfen – egal ob er nur ein Pflaster für eine Blase gebraucht hat oder in Lebensgefahr schwebte. Auch der Zusammenhalt und das Gemeinchaftsgefühl während langer Deinste motiviert mich jedes Mal aufs Neue“, so Buß weiter.